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Trotz tollen Wochenendes immer noch nicht gerettet

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Trotz tollen Wochenendes immer noch nicht gerettet
Trotz tollen Wochenendes immer noch nicht gerettet
Posted by on 22.05.2017 in Club, Hockey

 

Verletzungsmisere

Vor den beiden Spielen gegen die Berliner Mannschaften Zehlendorfer Wespen und TC Blau-Weiß befand sich Trainer Thorben Wegener in keiner beneidenswerten Lage: mit Joss, Paul, Rudi (alle verletzt) sowie Eubi (anderweitige „dienstliche“ Verpflichtung am Samstag) mussten gleich 4 Stammspieler ersetzt werden; Kenner unserer Mannschaft wissen, dass damit gerade in dem so wichtigen Spiel gegen die Wespen beide Innen-Verteidiger nicht zur Stelle waren. Aber wer Thorben, der sich darüber ausführlich mit Eike und Benny beraten hatte, nun schon eine Weile kennt, wird nicht überrascht sein, dass dieser gewiefte Taktiker und Stratege auch für solche Situationen eine Lösung anzubieten wusste. Gegen die Wespen vertraute er mit Grosso und Christian auf eine Kombination aus Erfahrung und jugendlichem Kampfgeist, die ihre Wirkung auf die Gegner nicht verfehlen sollte, und zudem den Vorteil hatte, andere Mannschaftsteile nicht komplett umkrempeln zu müssen.

 

Das Spiel gegen die Wespen

Produkteigenschaften

Mit entsprechender Video-Unterstützung und taktischen Anweisungen hatte Thorben die Jungs auf dieses so wichtige Spiel gegen den Tabellen-Nachbarn aus der Hauptstadt vorbereitet. Und zusätzlich versehen mit einem „Motivationscocktail“ von Co-Trainer Eike ging die Mannschaft dann aufs Feld und legte auch so los, dass von Beginn an kein Zweifel darüber aufkommen konnte, wer aus diesem Spiel mit den 3 Punkten zum Schluss vom Platz gehen sollte. Schon nach 5 Minuten konnte Julius nach feiner Vorarbeit von Anton sein 1. BL-Tor für den HTC erzielen. Und nach weiteren 5 Minuten war es Maxi Keller, der auf 2:0 erhöhte. Ein blendend aufgelegter Fabian im Tor, der es zudem auch nicht an den notwendigen lautstarken Anweisungen an seine Vorderleute fehlen ließ, und zwei sicher operierende Innenverteidiger Grosso und Christian verliehen der gesamten Mannschaft die erhoffte Sicherheit im Spiel nach vorn. Wie man überhaupt sagen muss, dass das komplette Team dauernd zwischen Verteidigungs- und Angriffsmodus variierte. Abwechselnd Samuel, Carlo, Anton und Sebastian bildeten als Stürmer die erste Verteidigungslinie, das Mittelfeld stellte geschickt die Räume zu, so dass die Berliner überhaupt nicht dazu kamen, ihr eigenes Spiel aufzuziehen. Und auch die Chancenauswertung im Sturm war an diesem Tag entscheidend besser als in so manchem Spiel zuvor. So nutze auch Sebastian eine der nicht so zahlreichen Kickers-Gelegenheiten mit seinem 1. BL-Tor für den HTC zur scheinbar beruhigenden 3:0 Pausenführung; Insider erinnern sich aber auch, dass die Wespen erst unlängst einen ähnlichen Rückstand noch aufzuholen in der Lage waren. Aber auch nach dem Wechsel kamen unsere Jungs mit derselben Einstellung zurück aufs Feld. „Man hatte nicht das Gefühl, dass wir heute ein Gegentor fangen können“, wird Thorben in der Presse zitiert. Die Hauptstädter haben zwar den Druck erhöht, aber wenn sie dann mal zum Torschuss kamen, stand hinten Fabian, an dem an diesem Tag nicht vorbeizukommen war. Den Endstand von 4:0 „zelebrierte“ dann ein aus einer sehr guten Mannschaft herausragender Grosso mit einem Alleingang aus der Verteidigung heraus. Und so hatten die Jungs nach 70 Minuten nicht nur 3 Punkte gewonnen, sondern auch etwas für das eigene Torverhältnis getan, was in der Endabrechnung vielleicht noch von Bedeutung sein kann.

 

Das Spiel gegen Blau-Weiß

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Jedem von uns war klar, dass wir mit den Blau-Weißen am Sonntag einen anderen Gegner „vor die Brust“ gesetzt bekamen, als die Wespen es sein konnten. Nicht nur waren sie Tabellenzweiter und hatten am Vortag den HCL mit 6:3 ausgekontert; auch der zusätzliche Punktverlust des MSC hatte ihnen wieder die Chance eröffnet, um den Aufstieg mitzuspielen, wozu sie natürlich gegen den HTC gewinnen mussten. Und genau das wollte „unser Berliner“ (Thorben) vermeiden. Nur auf zwei Positionen gegenüber dem Samstagspiel verändert (Eubi war zurück vom „Dienst“; Moritz anstelle von Fabian im Tor), sollte unser Fokus noch mehr auf der Strategie liegen, unser Tor sauber zu halten; vielleicht hat man ja mit einer Niederlage gerechnet, aber diese sollte dann nur gering ausfallen. Über 70 Minuten haben wir es den Berlinern sehr schwer gemacht, ihre Aufstiegsambitionen noch am Leben zu halten. Und so dauerte es immerhin bis zur 37. Minute, bevor die Berliner zum ersten Mal jubeln durften. Davon unbeeindruckt hielten sich unsere Jungs an die ausgegebene Devise, in gelegentlichen Kontern ihre eigenen Chancen zu suchen. Nach einer kurzen Ecke war es schließlich Max Wüterich, der einen „Abtropfer“ vom Torwart mit einem satten Schuss im Berliner Gehäuse unterbringen konnte. Natürlich blieben die Gäste dank ihrer individuellen Qualität die überlegene Mannschaft, aber unsere Defensive – erneut beginnend mit unseren sehr laufbereiten Stürmern – machte es ihnen schwer; lediglich eine der zahlreichen kurzen Ecken konnten sie noch unhaltbar zum 2:1 verwandeln. Und mit ein wenig Glück hätten wir in den Schlussminuten noch fast den Ausgleich erzielt. So aber blieb es bei der knappen 1:2 Niederlage.

 

Und wie geht es jetzt weiter?

„Den einen Punkt zum sicheren Klassenerhalt werden wir uns schon noch holen“, sagte der Optimist. „Die Kuh ist noch nicht vom Eis“ analysiert der Pessimist die Lage zwei Spieltage vor dem Saisonende. Mit 17 Punkten stehen wir auf dem 6. Tabellenplatz; mit 12 Punkten würde man gegenwärtig absteigen; und wir haben das bei weitem beste Torverhältnis der „Abstiegskonkurrenten“. Vor allen Dingen aber haben wir in der Mannschaft gegenwärtig eine Qualität, mit der man gegen jeden Gegner – auch gegen die beiden kommenden Gegner MSC und HCL – mithalten kann; und zudem werden sicherlich Rudi und Paul wieder den Kader verstärken. Und nicht zu vergessen: unsere Mitbewerber müssen auch noch erst ihre Punkte holen, bevor sie an uns vorbeiziehen können. Hoffentlich wird der Optimist Recht behalten; am kommenden Samstag wissen wir vielleicht schon mehr.

 

Dr. Albert-Hugo Stinnes

22. Mai 2017

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